_______a sporadic

diary________________________


_______________insights_______________exploring what it means for me to be an artist_______________expressing what I do not express by art and literature_________________

 

 

 

 

 

 

 

 

27. Juli 2021

 

 

DIE BESTEIGUNG DES MONT VENTPYR

In der Weite gehalten, in der Weite Gestalt

english version below

 

 

Ein Künstlerfreund aus Kairo, Sherif El-Azma schickt mir 3 Fotos zu. Ich erkenne nicht sofort, was es ist, ich mag das sehr.

Da die Zusendung auf Instagram erfolgt, erscheinen sie untereinander. Zu sehen ist eine Art Steinquader, ein großer, in einer Art geometrischen Formation, die ein kleines quadratisches Feld enthält. Unklar ist, ob es eine konvexe oder konkave Formation ist. Auf den nächsten Fotos ist das quadratische Feld jeweils größer zu sehen, also näher im Blickfeld, auf dem letzten nimmt das lose Quadrat aus Steinquadern den Bildraum fast ganz ein, es sitzt wiederum in einem Steinfeld. Die Steine sind zwar in einer geometrischen Struktur angeordnet, aber – einer Trockenmauer ähnlich – in ihrer Naturbelassenheitheit von unregelmäßiger Größe und verspringen zur Mitte hin; das gemotrische Form ist dadurch aufgebrochen, sogar scheinen sich Steine aus der Mitte gelöst zu haben.

Auf meine entzückte und neugierige Frage, um was es sich handelt, antwortet er mir:

 

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english version

ASCENT OF MONT VENTPYR

Held in the vastness, form in vastness

 

An artist friend from Cairo, Sherif El-Azma, sent me 3 photos. I cannot recognize what they depict right away, I like that a lot.

Since they are sent on Instagram, they appear one below the other. You can see a kind of stone cuboid, a large one in a kind of geometric formation that contains a small square field. It is unclear whether it is a convex or concave formation. In the next photos, the square field can be seen larger, i.e. closer to the field of vision; on the last one, the loose square of stone blocks almost completely takes up the picture space, again situated in a stone field. The stones are arranged in a geometric structure, but – similar to a dry stone wall – in their naturalness of irregular size they jut and portrude towards the middle; The gemotric form is thereby broken up, stones even seem to have loosened from the middle.

To my delighted and curious question what it is, he answers me:

 

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29. Juni 2021

 

 

Stimmt, VAN GOGH hat ja holländisch (ok, n…) gesprochen… ich nahm lange an, er spricht einfach nur „Bild“.

 

Oh right, VAN GOGH spoke actually dutch … I assumed for a long time that he just simply „speaks picture“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


22. Juni 2021

 

 

Das Sein bestimmt das Bewusstsein, bestimmt das Sein, bestimmt das Bewusstsein – bestimmt…

 

Being determines consciousness, determines being, determines consciousness  …

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


14. Juni 2021

 

 

ZEIT ist der innere Raum, den wir durchschreiten, wenn wir eine Erfahrung machen.

 

TIME is the inner space we perambulate when we have an experience.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


6. Juni 2021

 

 

DIE ZEIT, DAS ERKENNEN, DIE GEBURT UND DAS KALTE FEUER

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Ich fand schon immer, dass es ein „kaltes Feuer“ in der Kunst gibt. Künstlerische Arbeiten, die zwar im Moment der Begegnung für Berührung, gar Aufruhr sorgen. Doch sobald die Begegnung anfängt, zurückzuliegen, sich zeitlich zu entfernen – sagen wir nach einem Ausstellungsbesuch – verblasst sie, stellt sich Neutralität, ja sogar Langeweile und Bedeutungslosigkeit ein. Das nenne ich das „kalte Feuer“.

Das ist eine interessante Fährte in und zu unserer Wahrnehmung. Unserem Bewusstsein auch. Denn zum Einen ist es so, dass sich ein gutes Kunstwerk zunehmend

 

 

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english version

THE TIME, THE KNOWLEDGE, THE BIRTH AND THE COLD FIRE

 

I’ve always found that there is sth like a „cold fire“ in art. Artistic works that cause contact, even turmoil, at the moment of encounter. But as soon as the encounter begins to lag behind, to move away in time – let’s say after a visit to an exhibition – it fades, neutrality, even boredom and insignificance sets in. That’s what I call it the „cold fire“.

This is an interesting track in and about our perception. Our consciousness too. Because on the one hand it is the case that a good work of art increasingly unfolds in communication with

 

 

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26. April 2021

 

 

WHEN TENDERNESS IS INVOLVED, COUNT ME IN

On green dolphin street

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Die Welt versucht oft uns weiszumachen, was richtig und falsch, was gut und böse ist. Dabei ist es ganz einfach: Wer von ganzem Herzen zärtlich wie ein Kind sein kann, ist gut.

Diese Zartheit, dieses Licht wird oft erstickt in rigiden Ansprüchen und rustikaler Erwartungshaltung: Gut sei, wer anspruchslos ist und sich zurückhält. Wer erträgt und duldet. Wer nicht zu erkennen ist in seinem wahren Wesen, oder nur in einer sorgfältig zurechtgelegten Persönlichkeit. Zum verrücktwerden, das.

Lieber erzähle ich da also die kleine Geschichte vom Delfinkind, das eigentlich eine Robbe ist. Ein lieber Freund hat sie mir geschenkt, er hat sie selbst erlebt. Es ist, als ob man gemeinsam ein Streckchen im funkelnden Meer schwimmt an einem Sonnentag, wenn man so etwas Kostbares und Schönes erzählt bekommt.

 

 

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WHEN TENDERNESS IS INVOLVED, COUNT ME IN

On green dolphin street

 

The world often tries to tell us what is right and wrong, what is good and what is bad. And yet it’s very simple: if you can be tender as a child with all your heart, you are good.

This delicacy, this light is often stifled in rigid demands and rustic expectations: Who is undemanding and restrained is good they say. Who endures and tolerates. Who cannot be recognized in his true nature, or only in a carefully arranged personality. Cruel crazyness for real.

So I’d rather prefer to tell the little story of the dolphin child who is actually a seal. A dear friend gifted it to me, he experienced it himself. It’s like swimming a little bit together in the sparkling sea on a sunny day when someone tells you something so precious and beautiful.

 

 

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22. April 2021

 

 

WHEN MAGIC IS INVOLVED, COUNT ME IN

Für Jaco. Eine Ihmchen Erinnerung

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Diese Zeit der Pandemie ist in besonderer Weise dazu angetan, unsere Lebensauffassung zu befragen, anzuschauen… weil sie uns so unter Druck setzt und eigentlich in uns nur das überleben kann, was uns wirklich weiterhilft.

Bei mir ist es das, was ich liebe und wen ich liebe. Das Zauberhafte. Die Verbundenheit.

Das ist es, weswegen ich hierher gekommen bin, auf die Erde. Des Zauberhaften wegen. Der zauberhaften Wege wegen. Wagen auch.

Um Kunst zu machen, Kunst zu genießen, das Leben zu erforschen, viel Spaß zu haben… mit den Menschen, mit geliebten.

Das kann in sehr kleinen Ereignissen schon passieren… Ein song kann sofort alles herumreissen für mich. Ein Blick, in dem das ganz eigene Wesen des Gegenübers sich zeigt… ein Gespräch, eine gemeinsam gerauchte Zigarette.

Da kann Magie da sein, in jeder Hinsicht. Dann ist das Leben zauberhaft. So, wie mit Jaco damals.

 

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english version

WHEN MAGIC IS INVOLVED, COUNT ME IN

For Jaco. An Ihmchen memory

 

This period of the pandemic is particularly apt to questioning and looking at our view of life … as it puts us under such pressure that only remains wha truly persist to help us along.

For me, it’s what I love and who I love. The magical. Conectedness

This is what I came here for, on earth. Because of the magical. To make art, to enjoy art, to explore life, to have a lot of fun … with my people, with loved ones.

That can happen in very small events … One song can yank around everything in a minute for me. A look that shows the other person’s soul … a conversation, a cigarette smoked together. There can be magic in every way. Then life is magical. Just like with Jaco back then.

 

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4. Februar 2021

 

 

LEBEN LIEBEN – SOMETIMES I FEEL LIKE A MOTHERLESS CHILD

Eine neue Held*Innenreise. Ein Manifest

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Der wahre Mut für zeitgenössische Künstler besteht darin, sich ihrer Liebe bewusst zu sein, aus der heraus sie erschaffen, um im Schöpfungsprozess Harmonie und Schönheit anzustreben. Cannes auch Nizza sein, oder Humor. Auf jeden Fall sollte es am Ende so schön sein wie ein song von Grant Green, Alice Coltrane oder Thelonious Monk, ein Bild von Artemisia Gentileschi, mir oder Henri Matisse, oder meinetwegen auch Picasso, eine Skulptur von Louise Bourgeois, oder beloved Nikki, oder Amish Kapoor. Es ist ein großer Unterschied, ob ich ein Kunstwerk schätze, bewundere, oder ob ich es obendrein liebe. Wenn ich es liebe, hat es meinen Sinn für die Welt und mich selbst verändert, hat mich bewegt… zu einem neuen Ort der Empfindung und Wahrnehmung. Und es hat mich in irgendeiner Weise in den Arm genommen.

Der Einzige, den ich kenne, der das so ähnlich sieht wie ich und entsprechend äußert, ist..

 

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english version

(TO) LOVE LIFE – SOMETIMES I FEEL LIKE A MOTHERLESS CHILD

A new hero’s journey. A manifesto

 

The real courage for contemporary artists is to be aware of the love out of which they create in order to strive for harmony and beauty in the creation process. “Cannes be Nice, too” or humor. In any case, in the end it should be as beautiful as a song by Grant Green, Alice Coltrane or Thelonious Monk, a picture by Artemisia Gentileschi, me or Henri Matisse, or – fine with me – Picasso, a sculpture by Louise Bourgeois, or beloved Nikki, or Amish Kapoor. It makes a big difference whether I appreciate and admire a work of art or whether I love it on top of that. When I love it, it has changed my sense of the world and myself, has moved me … to a new place of sensation and perception. And it embraced me in some way.

The only one I know who shares my perspective and expresses it accordingly is…

 

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21. Januar 2021

 

 

KLEINE GEDANKENREISE: DIE ZÄRTLICHKEIT DER SCHNEEFLOCKE

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Wer je eine der atemberaubenden Makroaufnahmen von Schnee sah, kommt nicht umhin, die der Natur innewohnende Geometrie zu feiern, und sei es nur für ein paar Sekunden. Und die Verzauberung zu spüren, die diese Entdeckungen bedeuten.
Dass Wasser diese Formen annehmen kann, ist ein Geheimnis in sich. Es ist ein magischer Vorgang, der molekulare Strukturen unter bestimmten Bedingungen in diese Formvielfalt hinein sich entfalten und Form annehmen lässt. Es ist pure Opulenz, dieses eisige Aufblühen in millionenfacher Ausformung, das in bestimmten Regularien wie der des Sechsecks, des 60°- und 120°-Winkels Maß findet. Eis ist pure Schönheit und Magie.
Schütteln wir die Gewohnheit und Selbstverständlichkeit der scheinbar vertrauten Erscheinung wieder ab, wird das Abenteuer und das eigentliche Ereignis dieser Schönheit erfahrbar.
Als Kind schon habe ich…

 

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LITTLE JOURNEY OF THE MIND: THE TENDERNESS OF A SNOWFLAKE

 

Anyone who has ever seen one of these breathtaking macro shots of snow cannot help but celebrate nature’s inherent geometry, even if only for a few seconds. And to feel the enchantment that these discoveries mean.
That water can take these forms is a secret in itself. It is a magical process that, under certain conditions, allows molecular structures to unfold and take shape into this endless variety. It is pure opulence, this icy blooming in millions of forms, its shapening is measured in certain regulations such as the hexagon, the 60 ° and 120 ° angle. It is pure beauty and magic.
If we shake off the usual- and obviousness of the apparently familiar, the adventure and the actual event of this beauty can express itself.
As a child, I felt the…

 

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19. Januar 2021

 

 

Mein Interview als Teil des wunderbaren Projekts 5 Fragen an KünstlerInnen zur Gegenwart des blogs Literatur outdoors – Worte sind Wege von Walter Pobaschnig, Wien:

 

 

 

„WIR KOMMEN ZUR ZEIT GAR NICHT UMHIN, DEM FLUSS DES LEBENS IRGENDWIE ZU VERTRAUEN“

Esther Horn, Bildende Künstlerin_Berlin 19.1.2021

 

 

Liebe Esther, wie sieht jetzt Dein Tagesablauf aus?

Lieber Walter, wohl durch meine spezifische Lebenssituation hat sich mein Tagesablauf durch die Pandemie nicht sonderlich verändert. Ich bin auf meiner Seelenreise eher bei einem ‚Aufenthalt im Moment‘ angekommen…

 

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24. Dezember 2020

 

 

PANTA RHEI – ALLES FLIEßT

Welcome to awakening … remember to like and subscribe. Wir Flusskinder.

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Ich fange einfach an: Eine Reise ist eine Reise ist eine Reise… Und man steigt nie 2 x in denselben Fluss.

Gertrud und Heraklit… gute Reiseführer? Doch klar, wenn sie mir so zu_fallen, während ich die Reise meines ersten blogtextes unternehme… die beiden führen mich zuverlässig zu dem Wikipediaeintrag, der schon auf mich wartet, um mir meine ahnende Inspiration in eine erste Gußform zu gießen, denn.

Platon verewigt Heraklit, indem er sagt: Die Flusslehre ist untrennbar verbunden mit den Ovidschen Metarmorphosen. Und ich sage dazu: Essentiell ist, dass ich und jede_r ihre ureigensten Metamorphosen erkennt… und leben kann.

Es ist oft schmerzhaft, Larve zu sein. Oder Raupe. Oder irgendetwas dazwischen. Unerträglich, die ahnende Gewissheit der wahren inneren Form (noch) nicht leben zu können.

Wir Künstler_Innen gehen exemplarisch diese Wege der Selbsterkenntnis und Wandlung. Wenn wir nicht – wie die wenigsten von uns – aus Verhältnissen der Förderung und Wohlhabenheit stammen, müssen wir uns unseren Weg suchen, unseren Weg zur inneren und äußeren Sicherheit.

Dieser Weg führt über zahllose Stationen, die unmerklich ineinander greifen und sich oft gar nicht anfühlen wie Stationen. Nur wie besonders schmerzhafte oder auch besonders schöne Zustände. Und eben alles dazwischen. In den schmerzhaften Zuständen erkennen und fühlen wir dann mitunter unseren Wert nicht. Wir sind atemlos unterwegs, um bei dem anzukommen, was uns diesen Wert vermeintlich garantiert. Irgendeine heroische, strahlende Tat- oder Glanzdarstellung. Und doch ist eben alles, jeder noch so unscheinbare, gar hässlich anmutende Partikel unseres Unterwegsseins wertvoll. Ein wertvoller Bestandteil, ein würdiges Element.

Die Starken unter uns sind glücklich, wenn sie …

 

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PANTA RHEI – EVERYTHING FLOWS

Welcome to awakening … remember to like and subscribe. Us children along the stream.

 

I just start: A journey is a journey is a journey … And you never step into the same river twice.

Gertrude and Heraclitus … good travel guides? But of course, if they happen to be an co_incidence into my mind while I am going on the journey of my first blog text … those two reliably lead me to the Wikipedia article that is already waiting for me to pour my guessing inspiration into a first mold, as.

Plato immortalized Heraclitus by saying: The theory of the river is inextricably linked to Ovid’s metarmorphoses. And I say: It is essential that I and everyone recognize their very own metamorphoses … and being able to live those.

It is often painful to be a larva. Or caterpillar. Or anything in between. It is unbearable not to be able to (yet) live the foreboding certainty of the true inner form. Us artists are walking exemplary on these paths of self-knowledge and change. If we do not – like most of us – come from a background of funding and opulence, we have to find our way, our way to internal and external security.

This path leads through countless stations that interlock imperceptibly and often don’t feel like stations at all. Just like particularly painful or particularly beautiful status. And everything in between. In the painful states we sometimes do not recognize and feel our worth. We’re breathless to arrive at what supposedly guarantees us this value. Any heroic, radiant deed or glamor display.

And yet everything, every inconspicuous, even ugly-looking particle of our being on the road is valuable. A valuable component, a worthy element.

The strong among us are happy when they…

 

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